Braten mit oraler Nickelallergie – Welche Pfannen sind nickelfrei?

von | Mrz 30, 2022 | Nickelarm Leben

Dieser Blogbeitrag enthält Produktempfehlungen

Mit der Diagnose orale Nickelallergie fragst du dich vielleicht auch enthält meine Bratpfanne Nickel und mit welcher Pfanne kann ich mein Essen braten?

Metallpfannen aus Edelstahl enthalten bis zu 10 % Nickel.

Wie schaut es denn mit Eisenguss, Keramik oder Teflon aus?

In diesem Beitrag erfährst du, mit welcher Pfanne du am besten Eier, Steaks und Co. braten oder auch Gemüse dünsten kannst.

 

Bratpfannen und Woks aus Edelstahl enthalten in der Legierung 18/10 rund 10 % Nickel.

Beim Garen können sich Nickelionen durch Salz und Säuren z. B. Tomatensoße herauslösen und unser Essen mit zusätzlichem Nickel anreichern.

Beim kürzeren Bratvorgang z. B. bei Fleisch, Fisch oder Eier mit Fett oder Bratöl ist es eher unwahrscheinlich, dass sich das Bratgut mit Nickel anreichert.

Jedoch kann es sein, wenn du den Bratensaft als Soße verwendest, können sich vor allem, wenn du Salz verwendest hast, Nickelionen aus der Pfanne herauslösen. Je länger der Vorgang dauert, desto nickelreicher kann dein Essen werden.

Mein Nickelschock kam, nachdem ich eine Pute in einer Metallform im Backofen über mehrere Stunden garen lies. Die Pute war so weit verträglich, aber die Soße, die ich aus dem aufgefangen Bratensaft herstellte, war doch leider viel zu nickelreich für meinen Körper.

Enthalten alle Edelstahlpfannen Nickel?

Pfannen gibt es in verschiedenen Formen und Materialien z. B. Aluminium, Kupfer, Gusseisen, Schmiedeeisen, Kohlenstoffstahl oder Edelstahl. Aluminiumpfannen sind entweder mit Keramik oder Teflon überzogen.

Neben der klassischen Chrom-Nickel-Legierung für Edelstahl in Kochtöpfen und Pfannen gibt es Chromlegierungen ohne Nickel mit der Kennzeichnung 18/0.

Menschen mit Nickelallergie wird gern diese „nickelfreie“ Alternative angeboten.

Als Expertin für den nickelarmen Lebensstil und langjährig Betroffene rate ich eher davon ab!

Warum nickelfreier Edelstahl auch in Pfannen keine wirkliche Alternative für Allergiker*innen ist!

Ich wiederhole mich an dieser Stelle sehr gern, um auf die Problematik hinzuweisen!

Auch das Element Chrom gehört zu den Kontaktallergenen. Eine Typ 4 Allergie auf Chrom kann parallel zu einer bereits bestehenden Nickelallergie auftreten oder sich auch erst noch entwickeln.

Daher verzichte ich auch auf „nickelfreie“ Edelstahltöpfe- und pfannen.

Es gibt genügend Alternativen zu Edelstahl!

In welchen Pfannen kann ich mit oraler Nickelallergie braten?

Die Vermeidung von Edelstahlpfannen, aber auch -töpfe für Menschen mit oraler Nickelallergie oder nur einer Kontaktallergie mit der Haut wird kontrovers diskutiert.

Edelstahl komplett meiden oder nicht?

Ich finde eine Testphase von 4-5 Wochen mit komplett nickelfreien Materialien zu kochen und zu braten, unschädlich.

Folgende Materialien sind zum nickelarmen Braten oder Garen geeignet: 

Grundsätzlich ist das Material der Pfanne egal. Es kommt auf die Beschichtung an, denn diese kommt mit den Lebensmitteln in Kontakt.

 

  1. Keramik-Pfannen mit einer hellen Beschichtung im Inneren der Pfanne, denn dunkle Beschichtungen können Nickel oder Kobalt enthalten. Es gibt eine spezielle nickelfreie Funktionskeramik als Beschichtung von der Firma Silit.
  2. Teflon-Pfannen sind PFOA-frei weniger gesundheitsschädlich.
  3. Gusseisen-Pfannen sind zwar schwer, aber Steaks und Bratkartoffeln schmecken wunderbar durch die speziellen Röstaromen. Mit der richtigen Patina ist die Pfanne auch unproblematisch für Nickelallergiker*innen.
  4. Emaille-Pfannen sind zum Garen super! Für Steaks und Eier selbst mit viel Fett und Öl eine echte Herausforderung.
  5. Glaskeramik-Pfannen ähnlich problematisch wie Emaille-Pfannen. Macht ehrlich keinen Spaß darin zu braten.

Braten mit Keramik

Braten mit Keramik* ist eine gute nickelarme Möglichkeit. Allerdings gibt es unterschiedliche Materialien.

Eine spezielle Funktionskeramik für Töpfe und Pfannen hat die Firma Silit entwickelt. Dieses Material gibt es schon einige Jahre und wurde stetig weiter entwickelt. Silargan®  hat keine Antihaftbeschichtung und verhält sich im Bratverhalten wohl ähnlich wie bei einer Edelstahlpfanne.

Das, was du sonst noch im Handel als Keramikpfanne zu kaufen bekommst, ist im Kern eine leichte Alupfanne die eine spezielle mineralische Beschichtung hat.

Ich hatte in den letzten Jahren schon einige Pfannen. Bei unsachgemäßer Nutzung leidet die Beschichtung und es können gesundheitsunfreundliche Stoffe austreten.

Nach langem Suchen habe ich eine tolle Pfanne* entdeckt und behandele sie supervorsichtig! Praktisch sind auch etwas größere Schmorpfannen*.

  • Niemals leer heiß erhitzen.
  • Niemals mit scharfen Sachen darin herumkratzen oder schneiden.
  • Niemals in die Spülmaschine und auch keine scharfen Spülmittel verwenden.

Eigentlich reicht warmes Wasser, Geduld und ein weicher Lappen zum Reinigen aus.

Braten mit Teflon

Bei Teflon stellt sich sofort die Frage!

Ist Teflon nicht giftig?

Grundsätzlich sind neuere Teflonbeschichtungsverfahren gesundheitsfreundlicher.

Allerdings finde ich kaum ausreichende Informationen, was genau in den Beschichtungen ist.

Hellhörig werde ich bei Steinpartikel oder Granit. Alle Gesteine und auch Sand (Quarz) enthalten Nickel.

Bei unsachgemäßer Nutzung der Pfanne können sich Partikel aus der Beschichtung lösen und ins Essen gelangen.

Auch wenn wir sie wieder ausscheiden, können nickelreiche Partikel Menschen mit oraler Nickelallergie Symptome triggern.

Braten in Eisen

Eisen enthält zwar auch Nickel, allerdings bekommt eine Bratpfanne aus Eisen eine besondere Patina und wenn du keine sauren Lebensmittel länger darin dünstest, kannst du dein Steak oder die Bratkartoffeln ruhig  darin anbraten.

Wenn du dir eine Eisenpfanne holst brauchst du Kraft in den Armen, denn die sind echt schwer.

Achte unbedingt auf Qualität bei einer Gußeisenpfanne*.

Mein Tipp:

 

Auf Flohmärkten oder in Onlineportalen für gebrauchte Sachen bekommst du eine gusseiserne Pfanne günstiger und natürlicherweise schon mit einer Patina.

Solltest du dir eine neue Eisen-Pfanne kaufen, musst du diese vor der Benutzung einbrennen. Die meisten Pfannen sind zwar schon vorbehandelt, sonst würden sie Rosten, aber diese erste Schicht reicht oft nicht aus.

 

Ulrike Werschke

Coach für Gesundheit und Ganzheitliche Ernährungsberaterin

 

Braten in Emaille

Auch aus Emaille gibt es Pfannen. Diese eignen sich allerdings eher für den Backofen und weniger für das Braten auf dem Herd, denn sie haben keine Antihaftbeschichtung.

 

Pfannen in denen ich nickelarm brate oder dünste!

 

Braten mit einer Keramik-Pfanne

Keramik-Pfannen gibt es mit unterschiedlichen Beschichtungsverfahren und auch die Preise schwanken sehr.
Ich habe mehrere Keramik-Pfannen getestet und bin mit den mittelpreisigen Produkten am meisten zufrieden.

Braten in einer gusseisernen Pfanne

Für eine Pfanne aus Eisen brauchst du halt starke Arme. Vor der Benutzung muss sie auch noch richtig eingebrannt werden. Wenn du nicht regelmäßig Steak oder Bratkartoffeln machst, brauchst du die eher nicht.

 

Braten in einer Emaille-Pfanne

Braten in Emaille macht leider keine Freude für mich. Ich benötige mehr Fett und muss bei meinem Herd höllisch aufpassen das nix anbrennt.

Ich bleibe daher lieber bei Keramik! Emaillepfannen sind aber super für Aufläufe im Ofen.

 

Braten in einer Glaskeramik-Pfanne

Kleine feine Pfanne aus einem speziellen hitzestabilen Glaskeramik Material. Kommt ursprünglich aus der Raumfahrt.

Vorteil: Beim Kochen mit dieser Pfanne können absolut keine schädlichen Stoffe in dein Essen gelangen.

Super für Tomatensoße oder säuerliche Sachen. Die Pfanne kann auch in den Ofen. Ideal zum Überbacken.

Nachteil: Die Pfanne hat keine Antihaftbeschichtung. Steak, Eier, Pfannkuchen und Ähnliches funktionieren nur mit viel Fett, langsame Hitzesteigerung und ganz viel Geduld. Leider auch nicht für Induktion geeignet.

 

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Hast du schon deine Pfanne gefunden mit der du zufrieden bist?

Du hast eine Frage, stell sie gern in den Kommentaren.

Herzliche Grüße Ulrike

 

Quellen:

https://www.chemie.de/lexikon/Edelstahl.html

https://www.chemie.de/lexikon/Email.html

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Ulrike Werschke

Als Coach für Gesundheit und ganzheitliche Ernährungsberaterin unterstütze ich dich gern bei einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung auch mit Allergien und Intoleranzen.

Seit meiner Diagnose 2017 blogge ich über mein Spezialthema die orale Nickelallergie vor allem im Kontext mit weiteren Unverträglichkeiten und Erkrankungen

Nach etlichen Jahren mit unerklärlichen Symptomen habe ich es selbst geschafft, hinter die Ursache meiner Histaminintoleranz zu kommen.

Neben der systemischen Nickelallergie habe ich noch weitere Unverträglichkeiten auf Mais, Kartoffeln, Sellerie u. a. (Typ 1 Allergien), Fruktose und diverse Kreuzallergien

Dabei half mir sehr, ein Ernährungs- und Beschwerdetagebuch zu führen.

Als „Nickel-Expertin“ kann ich dich bei deinem Start in den nickelarmen Lebensstil begleiten. Mir sind dabei eine gesunde Ernährung und vor allem eine schadstoffarme Lebensweise sehr wichtig.

Ich kann dir mit folgenden Angeboten aktuell helfen:

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Du benötigst eine Kurzberatung, um dich zu sortieren und erste Fragen loszuwerden? Dafür gibt es meine >>>Nickel-Sprechstunde<<<

Gern unterstütze ich dich zusätzlich auch im Einzelcoaching im Kontext weiterer Unverträglichkeiten. Bei Bedarf schreib mir gern eine E-Mail an info@nickelarm-leben.de wenn du individuelle Beratung benötigst.

Mein Beratungsansatz ist ganzheitlich orientiert. Ich möchte dich gern dabei unterstützen, wieder mehr Lebensqualität zu gewinnen und wieder Lust am Essen und Freude am Kochen zu bekommen.

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