Mundhygiene bei oraler Nickelallergie

von | Mai 13, 2023 | Blog, Nickel-Guide, Nickelarm Leben, Zahngesundheit

Dieser Blogbeitrag enthält Produktempfehlungen

Eine gute Zahnhygiene ist ein wichtiger Bestandteil der allgemeinen Gesundheitspflege und umfasst Maßnahmen, die dazu beitragen, die Gesundheit von Zähnen und Zahnfleisch zu erhalten.

Doch wie schaut es bei Nickelallergie oder gar mit Mundhygiene bei oraler Nickelallergie aus?

Welche Pflegemittel sind nickelarm und ist das Zahnarztbesteck für uns Nickelallergiker:inne verträglich?

Mehr Informationen und meine Erfahrungen zu diesem wichtigen Thema findest du in diesem Blogbeitrag.

 

Wie geht Mundhygiene bei oraler Nickelallergie?

 

Contents

Mundhygiene bei oraler Nickelallergie!

Das ist dir sicherlich klar! Mundhygiene ist wichtig, sehr sogar, um die Gesundheit von Zähnen und Zahnfleisch zu erhalten und mögliche Probleme wie Karies, Zahnfleischerkrankungen und Mundgeruch zu vermeiden.

Zu einer guten Mundhygiene gehören regelmäßiges Zähneputzen…

Eine schlechte Mundhygiene kann zu anderen gesundheitlichen Problemen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen, da Bakterien aus dem Mund in den Blutkreislauf gelangen und das Herz belasten können. [1,2]

Daher ist es wichtig, eine gute Mundhygiene in die tägliche Routine aufzunehmen, um die Gesundheit des Mundes und des Körpers insgesamt zu erhalten.

Doch wie schaut es mit der Mundhygiene bei oraler Nickelallergie aus?

 

Zahnpflege bei oraler Nickelallergie

Eine regelmäßige und gründliche Reinigung der Zähne, Zahnzwischenräume und des Zahnfleischs ist notwendig, um Zahnbelag, Zahnstein und Karies vorzubeugen und Entzündungen des Zahnfleisches zu vermeiden.

Bei oraler Nickelallergie ist es ratsam, nickelreiche Materialien gegen verträglich Alternativen auszutauschen. Allerdings sind die Kontakte in unserem Mund oft relativ kurz, sodass der Besuch beim Zahnarzt oder die Zahnreinigung mit dem Metallbesteck meist unproblematisch ist. Bei mir selbst habe ich bisher keine Reaktionen bemerkt.

 

Zahnbürsten

Zahnbürsten und auch Zahnpasta stellt grundsätzlich kein Problem dar, da der Kontakt kurz und die Menge nur gering ist.

Eine Nano-Zahnbürste* finde ich super! Sie ist besonders weich und sanft bei der Zahnreinigung.

Für meinen Sohn habe ich folgende Zahnbürste* gefunden, die ich wesentlich besser finde als die üblichen, die es so im Handel gibt. Sie ist handlicher und der Bürstenkopf hat eine gute Größe mit flachen Borsten.

Davon gibt es auch ein Minimodell* für die ganz Kleinen damit sie erste Putzerfahrungen sammeln können und für größere Kids*.

Zahnreinigung soll bereits bei Babys stattfinden. Als mein Sohn noch sehr klein war fand ich die Fingerlinge* total praktisch. Ich hab mir mehrere davon gekauft und alle paar Tage ausgekocht. Diese Fingerlinge* sind auch total praktisch nach Operationen im Mundraum.

Ich bin ein großer Fan von elektrischen Zahnbürsten*. Das Reinigungsergebnis ist fantastisch. Ich benutze sie, aber nicht jeden Tag. In Kombination mit meiner Nano-Zahnbürste* habe ich das beste Reinigungsergebnis.

Auch wenn die elektrische Zahnbürste Metall enthält, habe ich bisher keine negativen Auswirkungen bezüglich Nickel bemerkt.

 

Zahnpasta

Achte bei Zahnpasta darauf, dass die Inhaltsstoffe keine Schadstoffe enthalten. Zahnpasta in Bioqualiät fand ich immer unproblematisch. Kleine Mengen sind oft ausreichend zum Putzen.

Ich habe lange Zeit hochwertige Bio-Zahnpasta benutzt. Allerdings wurde die Rezeptur umgestellt und ich vermute, dass ich sie auch aufgrund meiner Maisallergie nicht mehr so gut vertrage.

Zahnpasta enthält auch in Bioqualität sehr viel allergene Inhaltsstoffe. Ich konnte bisher keine Zahnpasta finden, die ich wieder testen wollte.

Daher stelle ich mir mein Zahnpulver selbst her und komme damit sehr gut klar. Ich nutze es jetzt seit über einem Jahr und selbst die Prophylaxehelferin beim Zahnarzt hatte bei der letzten professionellen Zahnreinigung nichts an meiner Mundpflege auszusetzen. Ich hatte dieses Mal sogar kaum Zahnstein.

Ich vermisse Zahnpasta nicht und mein Zahnarzt betonte mehrfach, dass es auf das Putzen ankommt und nicht die Zahnpasta!

Mein Zahnpulver mische ich mir aus Schlämmkreide* und Birkenzucker* im Verhältnis 1:1.

 

Die älteste Zahnbürste der Welt, funktioniert ohne Zahnpasta!

Kennst du schon die älteste natürliche Zahnbürste Miswak*? Miswak sind die Zweige des Zahnbürstenbaums (Salvadora persica). Miswak besitzt einen natürlichen Fluoridgehalt. [3]

Es soll genauso sauber putzen wie unsere bekannten westlichen Pflegemittel nur ohne Zusatzstoffe. Die Enden werden dazu angekaut, bis sie ausgefranst, sind um damit die Zähne einzeln zu putzen.

Ich habe sie bisher noch nicht getestet, aber die Packung liegt schon bei mir im Schrank.

 

Zahnseide und Zahnzwischenraumpflege

Meine Zahnpflege kombiniere ich immer mit Zahnseide ungewachst und ohne Geschmack, Floss* und Zahnzwischraumstix* und Interdentalbürsten* in verschiedenen Größen zur Reinigung.

Die Interdentalbürsten* enthalten auch Metall. Ich nutze sie seit vielen Jahren regelmäßig und vertrage sie gut.

Wie ist es bei dir?

Hast du noch Fragen, stell sie mir doch gern in den Kommentaren.

 

Mundwasser, Spülungen und Zungenreiniger

Bei Mundwasser auf der Basis von Kräutern wäre ich jedoch vorsichtiger, da diese Lösungen nickelreicher sein können.

Teste dich langsam an deine individuell verträgliche Menge heran, am besten Tropfenweise.

Du kannst auch mit grünem Tee deinen Mund täglich ausspülen. Dieser soll den für Karies verantwortlichen Streptococcus mutans hemmen, sich an den Zahnschmelz anzuhaften durch seinen hohen Gehalt an Polyphenolen. [4]

Zur Reinigung der Zunge wird ein Zungenreiniger aus Kupfer* empfohlen, da Kupfer natürlich antimikrobielle Eigenschaften hat.

Ob du diesen verträgst, musst du individuell testen! Es gibt natürlich auch welche aus Kunststoff, aber da haben wir wieder eine schlechte Ökobilanz durch zu viel Plastikmüll.

Grundsätzlich ist der Kontakt ja nur kurz, daher sollte auch bei dir ein Zungenreiniger aus Kupfer* keine Probleme verursachen.

 

Beim Zahnarzt mit Nickelallergie

Der Besuch beim Zahnarzt wird mindestens zweimal im Jahr zur Prophylaxe empfohlen.

Du kannst es sehr gut mit einer professionellen Zahnreinigung verbinden.

Manche Krankenkasse beteiligen sich sogar ein Stück weit finanziell oder durch Boni an der Prophylaxemaßnahme.

 

Darf ich das Besteck vom Zahnarzt im Mund haben?

Eine Kundin fragte mich neulich, ob nicht auch das Zahnarztbesteck Nickel enthält? Sie war ganz aufgelöst und ich konnte sie mit meiner Antwort beruhigen.

Natürlich enthält das Zahnarztbesteck so wie alle chirurgischen Instrumente Nickel. Das ist auch gut so, denn dadurch sind die Materialien viel langlebiger und können gut sterilisiert werden.

Der relativ “kurze” Kontakt in deiner Mundhöhle ist deutlich zu vernachlässigen.

Ich hatte nach Operationen an der Gebärmutter und am Kiefer beim Setzen von neuen Implantaten schon Auswirkungen des Materials an den darauffolgenden Tagen verspürt.

Aber es gibt gar keine Alternative. Zumal bei einem sonst nickelarmen Lebensstil die Mengen gut verkraftet werden können.

Ich mach vor und nach geplanten Eingriffen eine kurze strengere Nickel-Karenz.

 

Amalgam und orale Nickelallergie

Ich bekomme auch sehr häufig die Frage zu Amalgam-Füllungen gestellt.

Ich kann dazu nur antworten, dass ich mir meine Füllungen professionell bereits mit 23 entfernen lies. Beraten kann dich dazu dein Zahnarzt oder ein Experte für Umweltmedizin.

 

Professionelle Zahnreinigung

Bei der professionellen Zahnreinigung scheint es unterschiedliche Methoden zu geben.

Mein Zahnarzt hat mir schon vor Jahren dringend vom Sandstrahlverfahren mit Salzkristallen abgeraten, da es für das Zahnfleisch nicht gut ist.

 

Bleaching

Beim Bleaching ist das Ziel, die Zähne durch spezielle Mittel aufzuhellen. Lass es! Glaub mir! Freu dich, dass du von Natur aus dunkle Zähne hast und nicht so helle wie ich, denn das bringt schlimmere Probleme mit sich.

Geh lieber regelmäßig zur professionellen Zahnreinigungen, denn dort können Verunreinigungen durch Kaffee oder Tee auch beseitigt werden und das Ergebnis ist sehr viel natürlicher.

 

Ich hoffe der Beitrag kann dir bei deiner Mundhygiene helfen. Ich freue mich über das Teilen deiner Erfahrungen in den Kommentaren.

Herzliche Grüße Ulrike

 

Quellen:

[1] https://www.gelbe-liste.de/kardiologie/mangelhafte-mundhygiene-herz
[2] Abranches J, Zeng L, Bélanger M, Rodrigues PH, Simpson-Haidaris PJ, Akin D, Dunn WA Jr, Progulske-Fox A, Burne RA. Invasion of human coronary artery endothelial cells by Streptococcus mutans OMZ175. Oral Microbiol Immunol. 2009 Apr;24(2):141-5. doi: 10.1111/j.1399-302X.2008.00487.x. PMID: 19239641; PMCID: PMC2853226.
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Zahnb%C3%BCrstenbaum
[4] https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/1999/daz-5-1999/uid-4611

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Ulrike Werschke

Als Coach für Gesundheit und ganzheitliche Ernährungsberaterin unterstütze ich dich gern bei einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung auch mit Allergien und Intoleranzen.

Seit meiner Diagnose 2017 blogge ich über mein Spezialthema die orale Nickelallergie vor allem im Kontext mit weiteren Unverträglichkeiten und Erkrankungen

Nach etlichen Jahren mit unerklärlichen Symptomen habe ich es selbst geschafft, hinter die Ursache meiner Histaminintoleranz zu kommen.

Neben der systemischen Nickelallergie habe ich noch weitere Unverträglichkeiten auf Mais, Kartoffeln, Sellerie u. a. (Typ 1 Allergien), Fruktose und diverse Kreuzallergien

Dabei half mir sehr, ein Ernährungs- und Beschwerdetagebuch zu führen.

Als „Nickel-Expertin“ kann ich dich bei deinem Start in den nickelarmen Lebensstil begleiten. Mir sind dabei eine gesunde Ernährung und vor allem eine schadstoffarme Lebensweise sehr wichtig.

Ich kann dir mit folgenden Angeboten aktuell helfen:

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Gern unterstütze ich dich zusätzlich auch im Einzelcoaching im Kontext weiterer Unverträglichkeiten. Bei Bedarf schreib mir gern eine E-Mail an info@nickelarm-leben.de wenn du individuelle Beratung benötigst.

Mein Beratungsansatz ist ganzheitlich orientiert. Ich möchte dich gern dabei unterstützen, wieder mehr Lebensqualität zu gewinnen und wieder Lust am Essen und Freude am Kochen zu bekommen.

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